Clearing ist ein Angebot, dass sich an Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien und das soziale Umfeld richtet, wenn noch unklar ist, welche Problemfelder im Einzelnen vorhanden sind und welche Maßnahme für die Familie geeignet und notwendig erscheint. Es ist als fortlaufender Interaktionsprozess anzusehen, der sich im Wesentlichen
· auf die Motivation bezüglich des gegebenen Problems,
· auf die vorhandenen oder entwickelbaren Fähigkeiten und
· schließlich auf Möglichkeiten, die in der eigenen Umgebung
vorhanden sind (Ressourcen)
konzentriert.
Das Clearing ist begrenzt auf maximal 8 Wochen, in denen intensiv mit der Familie, deren Lebensfeld und dem sozialen Umfeld gearbeitet wird. Die Fragestellungen werden vorab von dem zuständigen Jugendamt und der Familie in Auftrag gegeben. Die den Prozess begleitende Diagnostik dient der Perspektivabklärung und schließt mit einem Bericht ab, der die vorher festgelegten Fragestellungen beantwortet. Die gemeinsam mit der Familie entwickelten Strategien und Methoden werden erprobt und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft und fließen bei Beendigung des Clearings als Empfehlungen für Folgemaßnahmen in den Bericht ein.
Die Bereitschaft zur Mitarbeit aller Beteiligten ist Voraussetzung für die Durchführung des Angebots.
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