Bei dem Familien-Intensiv-Training (FIT) handelt es sich um eine 3-monatige ambulante Krisenunterstützung mit dem Ziel, die dauerhafte Fremdunterbringung von Kindern zu verhindern. Mit der Begrenzung des Zeitraums auf 3 Monate wird den Beteiligten verdeutlicht, dass zur Problemlösung Eigeninitiative und Zielorientierung notwendig sind.
Ziel ist es, kurzfristig und schnell erste Wege aus der Krise zu finden und Veränderungen einzuleiten. Dabei gilt, dass auch für Eltern und Kinder eine drohende dauerhafte Trennung nicht die Lösung der Wahl ist, und somit Kooperationsbereitschaft für diese intensive Intervention vorhanden ist.
Bei hochgradig belasteten Beziehungen besteht die Möglichkeit, die ambulante Maßnahme durch kurzfristige Inobhutnahme (Time-Out) in der Wohngruppe Helmstedt zu ergänzen.
Die 3-monatige Maßnahme gliedert sich in eine Clearing- und eine Trainingsphase und setzt gezielt an den Fähigkeiten und Stärken der Familie an. Sie ist darauf ausgerichtet, die Familie zu stabilisieren, verschüttete Ressourcen zu aktivieren und diese als Chance zur Veränderung zu nutzen. Durch eine gezielte Vernetzung von familienunterstützenden Strukturen wird die Nachhaltigkeit konstruktiver Bewältigungsansätze im Familiensystem gesichert.
Im Rahmen der Zielplanung und eines Fachcontrollings werden die angewandten Methoden unter den Aspekten der Nützlichkeit und Wirksamkeit evaluiert.
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