In allen Lebensbereichen wächst die Bereitschaft von Kindern und Jugendlichen, Gewalt als Lösung für Problem- und Konfliktsituationen anzuwenden. Hierbei ist die Tendenz zu verzeichnen, dass hauptsächlich männliche Kinder und Jugendliche aggressives Verhalten so ausleben, dass sie in der Gesellschaft auffallen.
Das Angebot „Training gegen Gewalt“(TGG) richtet sich an junge Menschen mit auffällig aggressiven Verhaltensweisen. Mit verschiedenen methodischen Ansätzen werden im Gruppenprozess alternative Konfliktlösungsstrategien sowie ein angemessener Umgang mit eigenen Aggressionen und bedrohlichen Situationen erarbeitet.
TGG ermöglicht Selbsterfahrung und neue Erfahrungen in der Kontaktaufnahme und Interaktion. Es beinhaltet Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen, Übungen zu Selbstkontrolle und Selbst-behauptung, zu Einfühlung, Kooperation und Hilfeleistung sowie zur Angstbewältigung. Ferner sind erlebnispädagogische Einheiten und ein Selbstverteidigungstraining Inhalte des Angebots.
Vor der Aufnahme des jungen Menschen in das Trainingsprogramm erfolgt ein gemeinsames Ge-spräch mit dem jungen Menschen, den Eltern/Personensorgeberechtigten, dem Jugendamt und gegebenenfalls anderen Beteiligten. Der junge Mensch muss sich zur regelmäßigen Teilnahme an dem Trainingsprogramm verpflichten.
Das Training gegen Gewalt findet in der Regel einmal in der Woche statt und hat eine Gesamtlaufzeit von etwa fünf Monaten.
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